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AG Nachhaltige Kulturlandschaftsentwicklung e.V.

Aktuelles

A.N.K.E e.V. ist Teil der deutschlandweiten Initiative „Wirkung hoch 100“

03. November 2020

Die Jubiläumsinitiative des Stifterverbandes hat Deutschlands beste 100 Ideen für das Bildungs-, Wissenschafts- und Innovationssystem gesucht. Und ist fündig geworden: Das A.N.K.E-Projekt „BRIDGES – Brücken bauen zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft“ wurde zusammen mit 99 weiteren Projekten aus ganz Deutschland von einer Expertenjury ausgewählt und ist jetzt Teil der Initiative.

Die Jubiläumsinitiative Wirkung hoch 100 des Stifterverbandes bringt 100 herausragende Ideen für bessere Bildung, Wissenschaft und Innovation mit Experten und Partnern zusammen. In einem mehrstufigen Prozess werden diese Projekte gemeinsam finanziell gefördert, gecoacht und weiterentwickelt. Ziel ist diese Pioniere zu vernetzen und ihren Ideen zum Durchbruch zu verhelfen.

Bei BRIDGES geht es wie bei allen A.N.K.E-Vorhaben um die Förderung der Biodiversität. Es ist zugleich ein Kommunikations- und Transferprojekt, denn es will Brücken bauen und Verbindungen schaffen zwischen Landwirtschaft & Gesellschaft. Hauptziel ist der Aufbau eines regionalen Netzwerkes zwischen Landwirt*innen, Bürger*innen, Unternehmen und Wissenschaftler*innen mit dem einenden Ziel, Strukturen zu schaffen, mit welchen die Artenvielfalt vor Ort gesteigert werden kann. Dazu braucht es Wissen, Flächen und finanzielle Mittel. Als Begegnungsort für den Austausch im Netzwerk dient der A.N.K.E-Modellbetrieb, auf welchem bereits erste Biodiversitätsmaßnahmen umgesetzt sind.

Weiter Informationen zu dem Projekt finden Sie hier.

A.N.K.E. erhält Förderung von der Volksbank Lohne-Mühlen eG

Aus den Reinerträgen des VR-Gewinnsparens hat die Volksbank Lohne-Mühlen eG an sieben Vereine und gemeinnützige Einrichtungen in ihrem Geschäftsbezirk einen Geldbetrag ausgeschüttet. Unsere Arbeitsgemeinschaft A.N.K.E. e.V. wird mit 3.000 € unterstützt. A.N.K.E. sagt DANKE!

Auf dem Foto überreichen die Bankvorstände Gerd Remmers (r.) und Siegbert Tegenkamp (l.) den symbolischen Scheck an Vertreter*innen der Vereine, darunter Dr. Gunther Schmidt, A.N.K.E. Vorsitzender (6. von r.) und Dr. Johanna Schockemöhle, A.N.K.E. Geschäftsführerin (7. von r.).

Anlage von Lerchenfenstern im Wintergetreide

In der aktuellen Bestellung der Ackerflächen mit Wintergetreide wurde die Anlage von sogenannten Lerchenfenstern berücksichtigt (siehe Foto).

Die Feldlerche ist ein ursprünglicher Steppenbewohner, der offene Biotope besiedelt und Flächen mit wenig bewachsenen Bodenbereichen bevorzugt. In dichten Kulturen kann die Feldlerche nur schwer landen und auf dem Boden nach Nahrung suchen, auch die Brut wird erschwert. In dichten Getreideschlägen suchen Feldlerchen häufig die Fahrgassen auf, um ein Nest anzulegen, hier sind ihre Nester und Gelege jedoch durch das häufige Befahren und die Prädation, z.B. durch den Fuchs, bedroht. Feldlerchenfenster sind angelegte Fehlstellen in landwirtschaftlicher Nutzfläche, auf denen die Feldlerche die Möglichkeit hat, auch in dichten Beständen zu landen und zu brüten. Verschiedene Studien konnten den positiven Effekt von Feldlerchenfenstern auf den Bruterfolg nachweisen. Der Bruterfolg kann hierdurch positiv beeinflusst werden (aus: Stommel, C., Becker, N., Muchow, T. & Schmelzer, M. (2018). Maßnahmen- und Artensteckbriefe zur Förderung der Vielfalt typischer Arten und Lebensräume der Agrarlandschaft. Abschlussbericht zum DBU-Projekt 91017/19, S. 241).

Biodiversitätsfördernde Maßnahmen im Grünland

Seit drei Jahren wird das Grünland extensiv bewirtschaftet (siehe Foto). Um die Artenvielfalt zu erhöhen und unerwünschte Beikräuter zu reduzieren, werden aktuell auf Basis von Bodenproben und Expertenbegutachtung vor Ort verschiedene Maßnahmen umgesetzt, u.a. eine weitere Mahd mit anschließender Kalkung im Herbst sowie eine Schlitzsaat (Rillensaat) im Frühjahr mit einer Grünland- und Kräutermischung.

Teilnahme am Workshop "Landwirtschaftliche Betriebe für Biodiversitäts- und Netzwerkaufbau" in Kassel

Immer mehr Landwirtinnen und Landwirte, die die biologische Vielfalt auf ihren Betrieben fördern möchten, schließen sich in Betriebsnetzwerken zusammen. Sie alle stellen sich ähnliche Fragen: Was können wir zur Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt auf unseren Flächen beitragen? Welche Maßnahmen lassen sich gut in die Praxis umsetzen und wirtschaftlich tragfähig in den Betriebsalltag integrieren? Um den Austausch zu diesen Fragen zwischen den Netzwerken zu fördern, organisierte die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums in Kassel einen Workshop, an dem rund 50 Akteure aus Praxis, Forschung, Beratung, Behörden und Verbänden teilnahmen. A.N.K.E. war ebenfalls dabei und konnte erfolgreich erste Kontakte zu bestehenden Netzwerken aufbauen.